Auch ein notorisches Schlechtschlafer-Baby zuhause? Nicht mehr lange mit unserem Einschlaf-Guide!

Ganz nach dem Motto geteiltes Leid ist halbes Leid versorgen Eltern andere Leidgenossen im Netz mit ihren wirksamen Methoden zur Babyberuhigung und Einschlafhilfe. Doch nicht jedes Baby reagiert auf jede Praktik gleich. So hast Du möglicherweise noch keine Vorgehensweise gefunden, die sich für Deinen Fall als wirksam erweist. Von Bekannten und Freunden hörst Du zudem immer wieder, wie friedlich ihre Kinder schlafen und wie bei ihnen die einfachsten Beruhigungsmethoden fruchten.

Wenn dir eine oder auch mehrere dieser Sätze oder Fragen bekannt vorkommen oder du sie vielleicht schon einmal gegoogelt hast, bist Du in diesem Blogeintrag bestens aufgehoben! Hier kannst Du Dir eine Zusammenfassung der wirksamsten Methoden durchlesen, die garantiert auch bei deinem notorischen Schlechtschlafer-Baby funktionieren.

Mein Baby will nicht schlafen. Was kann ich tun?
Kennt ihr Einschlafhilfen für mein Baby?
Hat mein Baby eine Schlafstörung?

Vorab ist es für Dich wichtig zu wissen, dass ein Säugling in den ersten zwei Monaten zwischen 16 und 18 Stunden pro Tag schläft. Diese Dauer erstreckt sich allerdings über den ganzen Tag und unterteilt sich in mehrere Schlafphasen. In der Regel sind es pro Phase zwischen zwei und drei Stunden. Der Ursprung dieses Verhaltens liegt in der Tatsache, dass Säuglinge nicht fähig sind in einen Tiefschlaf zu fallen (REM-Schlaf). Auf diese Weise sorgt das Baby für sein Überleben, indem es erwacht, wenn es Bedürfnisse, wie z.B. Hunger, verspürt und friert. Bis der Zeitpunkt kommt, an dem ein Baby „durchschläft“, können jedoch Monate vergangen sein. Ergänzend kann noch hinzugefügt werden, dass mit „Durchschlafen“ lediglich der Prozess gemeint ist, bei dem Dein Baby sich nachts beim Erwachen auf eigene Weise beruhigen kann und weiterschläft. Unter Umständen können die Schlafphasen mit den Hungerphasen Deines Schützlings zusammenfallen, da diese auch in Abständen von zwei bis drei Stunden auftreten. Doch genug der Einleitung …

Mit diesem Einschlaf-Guide verfrachtest du Dein Baby garantiert ins Land der Träume. Falls Du es jedoch mit einem Schreibaby zu tun hast, klicke hier, um mehr über Beruhigungsmethoden zu erfahren.

1. Ruhephase einleiten

Nimm Dir in etwa eine Stunde Zeit, Dein Baby auf die Schlafphase vorzubereiten. Vermeide in dieser Zeit aufregende Eindrücke und Aktivitäten, wie Fernsehen oder Spielen. Stattdessen ist es förderlich, etwas vorzulesen oder beruhigende Musik zu hören.


2. Tägliche Routinen vor dem Schlafengehen

Da das Baby im Bauch bisher keinen festen Tagesablauf hatte und völlig frei in der Gestaltung seiner Aktivitäten war, ist es wichtig, bestimmte Rituale einzuführen. Dein Kleines muss zuerst einmal die Unterscheidung zwischen Tag und Nacht erlernen und ein Rhythmus- bzw. Routinegefühl entwickeln. Dies benötigt es zur Orientierung: „Jetzt ist Schlafenszeit!“ Achte darauf, dass dein Einschlafritual nicht zu kompliziert ist und zu lange andauert. Dieses muss nämlich über längere Zeit aufrecht erhalten werden. So kann beispielsweise vor dem Schlafengehen ein Liedchen gesungen oder eine Spieluhr aufgedreht werden. Auch das Wechseln der Windel und das anschließende Anziehen eines bestimmten Stramplers kann hierfür hilfreich sein. (Wenn möglich sollte ein bestimmter Strampler beibehalten werden, um Verwirrungen zu vermeiden). Mehr Tipps für Einschlafrituale findest Du hier.


3. Vertrautheit schaffen

Es ist kein Geheimnis, dass sich ein Baby behütet fühlen muss und die Nähe seiner Eltern benötigt. Keinesfalls bedeutet dies, dass man seinen Schützling 24/7 bemuttern muss. Jedoch sollen eine vertraute Umgebung und ein Gefühl von Geborgenheit geschaffen werden, die rund um die Uhr gewährleistet werden können. Wenn die Möglichkeit gegeben ist, sich untertags zusammen mit dem Schützling ins Kinderbett zu legen, ist dieser Akt ratsam. So wird demonstriert, dass das eigene Bett ein sicherer Ort ist und nachts kein Grund zum Fürchten besteht. Das Baby sollte im wachen Zustand in das Bettchen gelegt werden, damit es die Umgebung wahrnehmen kann und sich nicht fürchtet, wenn es nachts erwacht. Im Fall, dass Dein Kind ruhig ist, solltest Du den Raum verlassen. Es lernt auf diese Weise allein einzuschlafen und sich die Situation einzuprägen. Dadurch wird es nach Beendigung einer Schlafphase keine Angst haben, wenn es allein wach wird. Durch ein von Dir getragenes, dünnes Kleidungsstück (z.B. T-Shirt) kann für das Kind außerdem ein vertrautes Gefühl geschaffen werden.

4. Perfekte Schlafumgebung schaffen

Ganz wichtig: Achte darauf, dass dein Baby ausreichend Luftzufuhr bekommt und diese nicht von Kuscheltieren, Kissen und Co. behindert wird. Dunkle das Zimmer ab, damit sich die Schlafhormone Deines Kleinen ausschütten und ihm so die Situation des Schlafengehens besser vermittelt wird. Wie auch für Erwachsene sollte das Zimmer vorher gelüftet werden und nicht zu warm und stickig sein. Eine Temperatur zwischen 16 und 20 °C wird offiziell empfohlen. Um mögliche Gefahren für das Baby vorzubeugen platziere das Bett nicht zu nah am Fenster und nicht neben elektronischen Geräten (Strangulierung). Zudem sollte die Matratze qualitativ und geeignet für Dein Baby sein. Für eine ruhige Atmosphäre zu sorgen, versteht sich von selbst. Wobei nicht auf Zehen geschlichen oder geflüstert werden muss, sondern lediglich Dinge wie lautes Staubsaugen oder Fernsehgeräusche vermieden oder Streitgespräche auf eine andere Tageszeit verschoben werden sollten.

5. Allgemeines

Wenn Dein Baby nachts weint, versuche es wenn möglich im Kinderbett zu beruhigen. Ein Streicheln über den Kopf oder ein paar Worte können bereits ausreichen, um dem Baby zu zeigen, dass Du für es da bist. Außerdem sollte das Licht nicht sofort angeschaltet werden. Wenn das Baby irgendwann beginnt sich selbst zu beruhigen, muss es das auch im Dunkeln können.

Ganz getreu der Weisheit "Gut Ding will Weile haben" solltest auch Du geduldig sein.

Nachweis Quellen:
http://www.kindergesundheit-info.de/themen/schlafen/alltagstipps/0-12-monate/schlaftipps/
http://www.babywelt.de/beratung/hebamme/baby-schlafstoerungen.html
http://www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/baby-schlaeft-nicht/art/tipp/schlafprobleme-bei-babys-die-besten-tipps-zum-einschlafen.html
http://www.babycenter.de/a9032/rituale-f%C3%BCrs-zubettgehen
http://www.netmoms.de/magazin/baby/so-lernt-dein-baby-schlafen/10-tipps-so-kann-dein-baby-schlafen-lernen/
http://www.kindergesundheit-info.de/themen/schlafen/alltagstipps/0-12-monate/schlaftipps/
http://www.rundumskinderzimmer.de/sanfte-einschlafhilfen-baby/
http://www.rundumskinderzimmer.de/babys-schlafphasen/
http://www.babycenter.de/a8384/grundlagenwissen-babynahrung

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